So entstehen hochwertige vertikale Kurzvideos mit KI: Workflow, Prompts, Bildkonsistenz, Ton, Batch-Produktion und Qualitätskontrolle in der Praxis.
Vertikale Kurzclips sind kein zusammengestauchtes Querformat. Sie haben eigene Regeln: ein Fokuspunkt statt Bildtiefe, ein Bildwechsel alle zwei bis drei Sekunden statt ruhiger Kamerafahrten, und ein erster Frame, der auch als Standbild trägt, weil er im Feed als Vorschau erscheint. Wer regelmäßig für Shorts, Reels oder TikTok produziert, braucht deshalb keinen kleineren Spielfilm, sondern eine Produktionsstraße, die sich wiederholen lässt.
Dort setzen KI-Videogeneratoren an: Aus einer Textbeschreibung und einem Referenzbild entsteht eine bewegte Sequenz im Hochformat, die sich direkt weiterverarbeiten lässt. Der Unterschied zwischen brauchbaren und beliebigen Ergebnissen liegt selten am Modell, sondern am Ablauf. Referenzen, Prompt-Aufbau, Batch-Logik, Ton und Qualitätskontrolle entscheiden darüber, ob pro Woche fünf Clips entstehen oder einer. Dieser Leitfaden zeigt den kompletten Weg – vom Konzept über die Erzeugung im Hochformat bis zur Serie.
Warum Kurzformat eine eigene Produktionslogik braucht
Kurzvideo ist ein Genre mit eigenen Gesetzen, nicht ein Zuschnitt bestehender Filme. Wer aus einem Querformat-Clip einfach die Seiten beschneidet, verliert den Bildaufbau: Figuren rutschen an den Rand, Landschaften verschwinden, Text wird unlesbar. Drei Eigenschaften prägen jedes vertikale Format.
Lesbarkeit: der Mittelstreifen entscheidet
Auf einem sechs Zoll großen Display sieht das Publikum weniger Details, aber mehr Nähe. Ein Motiv, das auf dem Monitor gut aussieht, kann auf dem Smartphone zu klein, zu dunkel oder zu unruhig wirken. Plane die zentrale Handlung deshalb im mittleren Drittel des Bildes – dort, wo der Blick zuerst landet und wo Interaktionsflächen das Bild ohnehin überlagern. Harte Kontraste, große Motive und ruhige Hintergründe funktionieren zuverlässiger als feine Texturen und weite Landschaften. Praktisch heißt das: Eine Nahaufnahme von Händen, die einen Teig kneten, trägt besser als eine Totale einer ganzen Küche.
Tempo: Schnitt statt Kamera
Kurzformat ist schnittgetrieben. Eine Einstellung, die zehn Sekunden unverändert bleibt, verliert das Publikum; vier Einstellungen in zehn Sekunden erzeugen Fortschritt. Das bedeutet nicht, dass alles hektisch sein muss. Es bedeutet, dass sich regelmäßig etwas ändert: Bild, Ausschnitt, Text oder Ton. Ein Wechsel aus schnellen und ruhigen Momenten erzeugt Rhythmus, ein durchgehend schneller Clip ermüdet nach zwanzig Sekunden.
Wiederholbarkeit: Format statt Einzelstück
Ein einzelner guter Clip verändert nichts; eine Serie mit wiedererkennbarem Look baut Publikum auf. Serienformate funktionieren aber nur, wenn der Aufwand pro Folge sinkt, während die Qualität stabil bleibt. Genau hier zahlt sich ein Generator aus, der Varianten desselben Konzepts in Minuten liefert statt in Stunden. Plane also nicht nur den Clip, sondern das Format: Intro-Muster, Farbwelt, Untertitel-Stil, Figuren.
Kurzformat liefert sofortiges Feedback
Ein weiterer Unterschied zu klassischen Projekten: Kurzclips werden in Echtzeit gemessen. Verweildauer, Absprungpunkt, Wiederholungen und Kommentare zeigen innerhalb von Stunden, welche Einstellung funktioniert. Das ist ein Vorteil, wenn du es nutzt – und eine Falle, wenn du jede Zahl als Urteil über dein Konzept liest. Sinnvoller ist eine ruhige Auswertung nach fünf bis zehn Folgen: Welcher Hook-Typ hält länger, welche Länge passt zum Thema, welcher erste Frame erzeugt Klicks? Aus diesen Beobachtungen entsteht ein Format, das nicht auf Geschmack, sondern auf Mustern basiert.
Was ein guter KI-Shorts-Generator leisten muss
Nicht jedes Werkzeug ist für vertikale Kurzclips gebaut. Manche erzeugen beeindruckende Einzelbilder, brechen aber bei Bewegung oder Figurenkonsistenz ein. Prüfe vor der Entscheidung diese fünf Fähigkeiten.
Erzeugungswege: Text, Bild und Mischformen
Text-zu-Video ist der schnellste Einstieg: Du beschreibst Szene, Figur, Licht und Kamera und erhältst eine Sequenz. Bild-zu-Video ist präziser, wenn bereits ein Referenzbild existiert – die Bewegung bleibt näher an der Vorlage. In der Praxis kombinierst du beides: Ein Standbild legt Look und Figur fest, der Text-Prompt steuert Handlung und Kameraführung. Ein KI-Bildgenerator auf derselben Plattform hilft, weil Stil und Aussehen zwischen Bild und Video konsistent bleiben.
Seitenverhältnis, Auflösung und Cliplänge
Prüfe, ob 9:16 nativ unterstützt wird und ob du Einstellungen von zwei bis zehn Sekunden gezielt erzeugen kannst. Kurze Clips sind kein Nachteil, sondern ein Vorteil: Aus mehreren Sequenzen baust du im Schnitt genau das Tempo, das passt. Wichtiger als maximale Länge ist die Frage, ob Anfang und Ende einer Einstellung sauber nutzbar sind – ob du also schneiden kannst, ohne dass die Bewegung abbricht.
Konsistenz und Motivkontrolle
Die wichtigste Fähigkeit überhaupt. Ein Generator, der die Hauptfigur in jeder Einstellung neu erfindet, produziert Ausschuss. Achte auf Referenzbilder, Charakterkonsistenz, Stilübertragung und die Möglichkeit, ein Ausgangsbild als ersten Frame festzulegen.
Kamera- und Bewegungskontrolle
Kamerasprache ist der Qualitätshebel: langsame Fahrt, seitliche Kamerafahrt, Handkamera-Gefühl, statische Nahaufnahme. Je präziser Bewegung beschreibbar ist, desto weniger Zufall bleibt im Ergebnis. Ein Werkzeug, das nur „animiert“ und keine Bewegungsparameter kennt, liefert austauschbare Ergebnisse.
Ton, Untertitel und Export
Kurzformat wird überwiegend stumm konsumiert, deshalb sind Untertitel Pflicht. Prüfe, ob Sprachsynthese, Musik und Exportformate vorhanden sind, die sich ohne Qualitätsverlust in gängige Schnittprogramme importieren lassen. Wenn Stimme und Bild aus derselben Umgebung kommen, sparst du einen kompletten Arbeitsschritt.
Eine einfache Orientierung nach Ziel
| Ziel | Cliplänge | Einstellungen | Tempo |
|---|---|---|---|
| Reichweite, Hook | 15–20 s | 5–7 | schnell, harter Schnitt |
| Erklärung | 25–40 s | 4–6 | mittel, ruhige Kamera |
| Produkt | 20–30 s | 5–8 | mittel, Detailnähe |
| Serie, Story | 30–45 s | 6–9 | variabel |
Diese Tabelle ist kein Gesetz, sondern ein Startpunkt. Wenn eine Serie mit 40 Sekunden funktioniert, lass sie länger – aber prüfe ehrlich, ob jeder Beat etwas beiträgt.
Der komplette Workflow in sieben Schritten
Ein reproduzierbarer Ablauf ist wichtiger als Prompt-Talent. Die folgenden sieben Schritte decken den Großteil der Arbeit ab und lassen sich pro Folge in unter einer Stunde erledigen, wenn Presets einmal stehen.
Schritt 1: Konzept in einem Satz
Formuliere das Versprechen des Clips in einer Zeile: „Eine Bäckerin entdeckt, dass ihr Sauerteig leuchtet.“ Trägt dieser Satz nicht, rettet ihn auch die schönste Generierung nicht. Lege zugleich das Ziel fest – Reichweite, Erklärung, Produktvorstellung –, denn davon hängen Tempo und Länge ab.
Schritt 2: Beat-Liste statt Drehbuch
Vier bis sechs Beats für 20 bis 30 Sekunden sind ein guter Richtwert: Hook, Kontext, Wendepunkt, Konsequenz, Abschluss. Ordne jedem Beat eine Einstellung, eine Emotion und einen Kamerawinkel zu. Danach weißt du vor der Generierung genau, welche Clips du brauchst, und erzeugst keine Bilder, die im Schnitt ohnehin wegfallen.
Schritt 3: Referenzframes bauen
Erzeuge oder fotografiere ein Standbild der Hauptfigur und eines der Umgebung. Beide dienen als Anker für alle weiteren Einstellungen. Verwendest du eine Figur über mehrere Folgen, speichere dieselben Referenzen dauerhaft und benenne sie eindeutig – zum Beispiel „Figur A – Küche, Tageslicht“. Ohne feste Anker beginnt jede Folge bei Null.
Schritt 4: Generierung in Wellen
Generiere nicht Einstellung für Einstellung, sondern in Wellen: erst alle Hook-Varianten, dann alle Kontextclips, dann den Abschluss. So erkennst du früh, ob der Look trägt, und musst nicht die ganze Sequenz neu bauen, wenn eine Idee nicht funktioniert. Zwei bis drei Durchläufe pro Beat sind realistisch, bei Hooks auch mehr.
Schritt 5: Auswahl nach festen Kriterien
Bewerte jede Variante mit drei Fragen: Trägt der erste Frame als Standbild? Ist die Bewegung lesbar? Passt die Stimmung zum Beat? Sortiere danach aus – nicht nach persönlichem Geschmack. Wer während der Auswahl anfängt, das Konzept zu ändern, verliert den Faden und produziert am Ende zwei halbe Clips.
Schritt 6: Schnitt auf den Beat
Importiere die ausgewählten Clips und schneide auf den Rhythmus der Musik oder des Voice-overs, nicht auf die Länge der Einstellung. Kürze jeden Clip an Anfang und Ende um zwei bis drei Frames, damit keine Standbilder entstehen. Übergänge: Der harte Schnitt ist im Kurzformat meist die bessere Wahl, weiche Blenden verlangsamen den Fluss.
Schritt 7: Ton, Untertitel, Export
Zum Schluss: Voice-over aus dem Skript erzeugen oder einsprechen, Musik mit gleichmäßigem Puls darunterlegen, Soundeffekte auf Schnittpunkte setzen, Untertitel prüfen und die Datei im Hochformat exportieren. Kontrolliere die Mischung mit Kopfhörern und am Handy-Lautsprecher, denn kleine Geräte klingen deutlich anders.
Prompt-Aufbau für vertikale Clips
Ein guter Video-Prompt beantwortet fünf Fragen: Wer ist zu sehen, was tut die Figur, wo passiert es, wie ist das Licht, und wie bewegt sich die Kamera. Wer diese fünf Punkte in fester Reihenfolge abarbeitet, bekommt reproduzierbare Ergebnisse statt Glückstreffer.
Die Fünf-Fragen-Formel mit Beispiel
Eine junge Köchin in dunkelblauer Schürze schneidet Kräuter auf einer Edelstahlfläche, warmes Seitenlicht von links, Dampf steigt auf, langsame Fahrt nach vorne, flache Schärfentiefe, filmische Farben, 9:16, ruhige Handkamera.
Dieser Prompt funktioniert, weil er Subjekt, Handlung, Ort, Licht, Bewegung und Format in einer belastbaren Reihenfolge enthält. Weitere Startpunkte findest du in einer kuratierten Prompt-Bibliothek.
Drei Beispielszenen für unterschiedliche Zwecke
Produkt-Hook: Eine Hand dreht eine mattschwarze Flasche ins Licht, Studio, weicher Verlauf im Hintergrund, kurze Schwenkbewegung, 9:16, hoher Kontrast, kein Text im Bild.
Erklärszene: Ein flächiger Hintergrund mit klaren Kanten, eine animierte Linie zeichnet ein Diagramm, statische Kamera, gleichmäßiges Licht, 9:16.
Atmosphäre: Regen auf einer Fensterscheibe, dahinter verschwommene Lichter einer Stadt, langsame seitliche Fahrt, kühle Farben, 9:16, kein sichtbares Gesicht.
Fehlerbehebung bei schwachen Ergebnissen
Unscharfe Bewegung entsteht meist durch zu viele gleichzeitige Handlungen. Reduziere auf eine Aktion, verkürze den Clip und senke die Kamerageschwindigkeit. Verzerrte Hände oder doppelte Gliedmaßen deuten auf zu kleine Figuren im Bild – gehe näher heran oder beschreibe den Bildausschnitt explizit als Nahaufnahme. Ein flacher Look mit plastikartiger Haut entsteht oft durch widersprüchliche Stilangaben; ein klarer Satz zu Licht und Farbwelt wirkt besser als fünf Schlagworte. Und wenn der Clip nach wenigen Frames „einfriert“, liegt das häufig an einer widersprüchlichen Bewegungsangabe wie „statische Kamera mit schneller Fahrt“.
Bildkonsistenz über ganze Serien
Konsistenz ist der häufigste Grund, warum KI-Serien scheitern: Figur A sieht in der vierten Einstellung anders aus als in der ersten, das Logo verzerrt, die Lichtstimmung kippt. Drei Techniken stabilisieren das Ergebnis.
Feste Anker statt neuer Beschreibungen
Beschreibe eine Figur einmal sehr genau und verwende danach immer dasselbe Referenzbild. Im Prompt wiederholst du nur noch die Merkmale, die sich nicht ändern sollen, etwa Frisur, Kleidungsfarbe und Altersspanne. Neue Adjektive bei jeder Einstellung sind der schnellste Weg zu einer neuen Person.
Ein Stil-Satz für die gesamte Serie
Formuliere einen Satz, der Look, Farbwelt und Licht beschreibt, und hänge ihn an jeden Prompt an. Beispiel: „Gedämpftes Tageslicht, entsättigte Grün- und Blautöne, 35-mm-Ästhetik, weiche Schatten.“ Das klingt banal, stabilisiert aber die visuelle Klammer erheblich – und macht Folgen untereinander wiedererkennbar.
Wenn die Figur kippt
Prüfe in dieser Reihenfolge: Ist das Referenzbild in jeder Einstellung identisch? Beschreibt der Prompt mehr als drei veränderliche Merkmale? Ändert sich die Lichtrichtung? Wechselt der Bildausschnitt extrem? Meist liegt der Bruch an einer dieser vier Stellen – und nicht am Werkzeug. Ein weiterer häufiger Grund ist eine zu lange Pause zwischen den Produktionsläufen: Wer eine Serie nach zwei Wochen fortsetzt, sollte die Referenzen und den Stil-Satz unverändert wiederverwenden, statt sie aus dem Gedächtnis neu zu formulieren.
Hook, Tempo, Ton und Retention
Die ersten zwei Sekunden
Der Hook entscheidet, ob der Rest gesehen wird. Bewährte Muster: eine ungewöhnliche Bewegung, eine überraschende Nahaufnahme, eine klare Frage als Text-Overlay, ein Vorher-Nachher-Schnitt. Der Hook muss nicht laut sein, aber sofort verständlich. Teste zwei bis drei Hook-Varianten pro Idee und vergleiche die Ergebnisse – das ist der einzige Bereich, in dem zusätzlicher Aufwand sich fast immer lohnt.
Rhythmus und Variation
Als Faustregel gilt: Alle zwei bis drei Sekunden sollte sich etwas ändern. Plane bewusst einen ruhigen Beat ein, damit die schnellen Momente wirken. Eine Serie, die immer dasselbe Tempo fährt, wird nach wenigen Folgen vorhersehbar. Ein einfaches Mittel gegen Gleichförmigkeit: Wechsle die Bildgröße zwischen den Beats – Nahaufnahme, Halbtotale, Detail – und halte die Farbwelt konstant.
Ton als Struktur, nicht als Anhang
Eine klare Voice-over-Spur trägt die Handlung, Musik gibt das Tempo vor, Soundeffekte markieren Schnitte. Wenn dein Generator Sprachsynthese bietet, erzeuge die Stimme direkt aus dem Skript und passe die Satzlängen anschließend im Schnitt an die Bildwechsel an. Untertitel gehören ins Bild, nicht nur in die Plattformfunktion – sie werden auch dann gelesen, wenn der Ton läuft. Halte Untertitel kurz: vier bis sechs Wörter pro Zeile, maximal zwei Zeilen gleichzeitig, und keine Zeile länger als eine Sekunde stehen lassen.
Batch-Produktion und Qualitätskontrolle
Eine Variable pro Durchgang
Sobald ein Format funktioniert, geht es um Menge. Batch-Produktion bedeutet: mehrere Varianten desselben Konzepts in einem Durchgang erzeugen und anschließend die stärksten auswählen. Ändere pro Variante nur eine Variable – Licht, Kamerawinkel oder Tempo. So lernst du, welcher Hebel welchen Effekt hat, statt blind zu experimentieren. Drei bis fünf Varianten pro Einstellung sind ein solider Start; bei Hooks darf es mehr sein.
Presets und Vorlagen
Definiere für jede Serie ein Set aus Referenzbild, Stil-Satz, Prompt-Gerüst, Untertitel-Layout und Musikrichtung. Fertige Video-Vorlagen verkürzen den Einstieg, wenn noch kein eigenes System existiert. Der eigentliche Nutzen entsteht, wenn du dieses Set versionierst: „Serie A – Version 2“ mit geänderter Farbwelt lässt sich später jederzeit reproduzieren, und neue Teammitglieder arbeiten ohne Einarbeitung im gleichen Look.
Qualitätskontrolle in drei Durchgängen
Erster Durchgang – Technik: Verzerrungen, Hände, unlesbarer Text im Bild, ruckelige Bewegung. Zweiter Durchgang – Erzählung: Trägt jeder Beat, funktionieren die Übergänge, ist der Schluss klar? Dritter Durchgang – Ton und Mobile: Untertitel korrekt, Lautstärke ausgeglichen, erster Frame als Vorschaubild brauchbar. Wer diese drei Durchgänge trennt, findet deutlich mehr Fehler als bei einem einzigen Kontrollblick.
Zeitbudget ehrlich rechnen
Notiere bei drei Folgen, wie lange Konzept, Generierung, Auswahl, Schnitt und Ton gedauert haben. Ein Workflow mit zwanzig Minuten pro Clip skaliert, einer mit zwei Stunden nicht. Wenn die Generierung nur zehn Prozent der Zeit ausmacht, liegt der Engpass im Schnitt oder in der Auswahl – dort lohnt Optimierung zuerst. Ein nützlicher Test: Kannst du eine Folge produzieren, während du parallel ein Telefonat führst? Wenn nicht, ist der Ablauf zu fragil.
Entscheidungskriterien für die Werkzeugwahl
Steuerungstiefe
Kannst du Referenzbilder, Kamerabewegung, Seitenverhältnis und Startframe präzise setzen? Je mehr Kontrolle, desto weniger Ausschuss. Ein Werkzeug mit wenigen Einstellmöglichkeiten ist für Experimente reizvoll, für Serien aber riskant.
Konsistenzfunktionen
Charakterkonsistenz und Stilübertragung sind für wiederkehrende Formate wichtiger als maximale Cliplänge. Prüfe außerdem, ob sich ein erzeugtes Bild als Referenz für die nächste Einstellung weiterverwenden lässt.
Nachbearbeitbarkeit
Achte auf Exportformate und Bildraten, die sich ohne Konvertierung in gängige Schnittprogramme importieren lassen. Ein hochauflösender Clip, der zweimal transkodiert werden muss, verliert genau die Detailtreue, die ihn auszeichnet.
Nutzungsbedingungen und Aufwand pro Woche
Kläre vorab, wie erzeugte Inhalte kommerziell verwendet werden dürfen und welche Limits pro Monat gelten. Wer regelmäßig produziert, sollte die Optionen vergleichen, etwa auf der Preisübersicht, und den realen Bedarf pro Woche zugrunde legen statt den maximalen Funktionsumfang. Ein Blick auf Alternativen zu gängigen Generatoren hilft zusätzlich, die eigenen Prioritäten zu sortieren – Kontrolle, Konsistenz, Tempo oder Einfachheit stehen selten gleichzeitig an erster Stelle.
Typische Fehler und Fragen aus der Praxis
Sechs Fehler, die sich leicht vermeiden lassen
Zu lange Clips planen. Kürzere Einstellungen geben im Schnitt mehr Kontrolle. Erzeuge lieber vier Sekunden zu viel als zehn Sekunden zu wenig.
Ohne Referenzbild starten. Wer nur mit Text arbeitet, bekommt bei jeder Generierung eine neue Figur. Ein einziges gutes Referenzbild spart Stunden.
Ton erst am Ende denken. Ein visuell starker Clip mit schlechtem Sound wirkt unfertig. Plane Voice-over und Musik von Anfang an mit.
Keine Serie denken. Einzelclips ohne Wiedererkennung erzeugen keine Bindung. Wiederkehrender Stil, festes Intro-Muster und konsistenter Bildaufbau machen aus Clips ein Format.
Zu viel gleichzeitig ändern. Wenn eine Variante nicht funktioniert, ändere eine Variable. Sonst bleibt unklar, welcher Faktor das Ergebnis verbessert oder verschlechtert hat.
Trends ungeprüft übernehmen. Ein Trend liefert nur den Rahmen. Ohne eigene Note bleibt der Clip austauschbar. Mehr Hintergrund zu Formaten und Produktionsfragen findest du laufend im Orelon-Blog.
FAQ
Wie lang sollte ein KI-generierter Short sein? Fünfzehn bis fünfunddreißig Sekunden passen für die meisten Formate. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern ob jede Einstellung etwas beiträgt. Wenn ein Beat nichts hinzufügt, schneide ihn heraus – ein straffer 18-Sekunden-Clip wirkt stärker als ein zäher 40-Sekunden-Clip.
Brauche ich Vorkenntnisse in Videobearbeitung? Grundlegende Schnittkenntnisse helfen enorm, weil generierte Clips ohnehin nachbearbeitet werden. Der eigentliche Aufwand liegt im Konzept und in der Auswahl, nicht in der Bedienung. Wer noch nie geschnitten hat, lernt die nötigen Handgriffe in ein bis zwei Stunden.
Wie bekomme ich dieselbe Figur in mehreren Clips? Arbeite mit einem festen Referenzbild, einem wiederkehrenden Beschreibungssatz und möglichst ähnlicher Lichtsituation. Halte pro Clip nur eine Variable offen. Wenn die Figur trotzdem kippt, reduziere die Zahl der veränderlichen Merkmale im Prompt auf zwei oder drei.
Kann ich generierte Clips kommerziell nutzen? Das hängt von den Bedingungen der jeweiligen Plattform ab. Lies sie vor der Produktion durch, nicht danach – besonders dann, wenn Markenlogos, echte Personen oder fremde Musik im Spiel sind.
Wie viele Varianten sollte ich pro Einstellung erzeugen? Drei bis fünf Varianten sind ein solider Start. Bei Hook-Szenen lohnt sich mehr, weil dort die Wirkung am stärksten schwankt. Nach einigen Folgen kennst du deine Trefferquote und kannst den Aufwand gezielt steuern.
Was tun, wenn Bewegungen unscharf oder verzerrt wirken? Reduziere die Anzahl der Handlungen im Prompt, verkürze den Clip, senke die Kamerageschwindigkeit und beschreibe den Bildausschnitt klarer. Oft liegt das Problem in widersprüchlichen Angaben wie „statisch“ und „schnelle Fahrt“ im selben Satz.
Wie oft sollte ich eine Serie fortsetzen? Regelmäßigkeit schlägt Menge. Zwei bis drei Folgen pro Woche mit stabilem Look erreichen mehr als sieben Folgen im Monat mit wechselnder Bildsprache. Prüfe nach zehn Folgen, welcher Beat-Typ am besten trägt, und baue die Serie um diese Erkenntnis herum.
Mit Orelon von der Idee zum fertigen Clip
Ein guter Kurzclip entsteht nicht durch einen glücklichen Prompt, sondern durch einen Ablauf, den du wiederholen kannst: Konzept in einer Zeile, Beat-Liste, Referenzframe, Generierung in Wellen, Schnitt nach Rhythmus, Ton und Untertitel zum Schluss. Wer diesen Ablauf einmal aufgebaut hat, produziert Serien statt Einzelstücke – und genau dort entsteht Reichweite.
Orelon ist als KI-Videogenerator für filmische Ideen in Bewegung gebaut: Du beschreibst deine Szene, legst Referenzen fest und erzeugst vertikale Sequenzen, die sich direkt weiterverarbeiten lassen. Starte mit einem Clip im Hochformat, halte deinen Stil-Satz bereit und teste zwei bis drei Hook-Varianten pro Idee. Wenn du wissen willst, wie sich der Aufwand auf deine Produktionsroutine auswirkt, wirf einen Blick auf die Orelon-Startseite und baue deinen ersten Serien-Clip noch heute.

